Ntpd automatisch nach dem Reboot starten (Debian Lenny)

2009-12-04 - kostaki 1 Kommentar »

Ntpd beim booten zu starten klingt erstmal logisch und sollte auch kein Problem sein. Leider gibt es aktuell aber einen Bug in Debian der dies verhindert und dem ich jetzt auf den Grund gegangen bin. Wie viele andere habe ich auch ntpd zum Zeitsynchronisieren installiert. Ist bei Debian ja auch kein großer Akt. aptitude install ntp und fertig. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mir keine Gedanken mehr über die Zeitsteuerung gemacht und ging davon aus das ntpd das schon macht. Irgend wann bemerkte ich aber doch einen Zeitunterschied eines Servers und meines Lokalen Rechners. Nach kurzem Check, sah ich das der ntpd nicht lief. Also gestartet und schon war alles wieder OK. Ich habe es zu diesem Zeitpunkt einfach als Absturz des Daemon gesehen und mich nicht weiter darum gekümmert. Das Phänomen wiederholte sich aber auf mehreren Servern und immer nach einem Server Neustart. Heute hatte ich dann doch die Nase voll und habe nach der Ursache gesucht. Im daemon.log wurde ich auch recht schnell fündig.

rechnername ntpd[3090]: unable to bind to wildcard socket address 0.0.0.0
- another process may be running - EXITING
rechnername ntpdate[2735]: step time server 131.234.137.24 offset 0.075768 sec

Diese Meldung landete dort direkt nach einem Reboot. Die Google Suche meinte dazu das beim Booten eines aktuellen Debian Systems neben ntpd auch ntpdate zum updaten der Zeit benutzt wird, was aber eigentlich nicht nötig ist, da ja ntpd genau das machen soll. Da ntpdate aber noch läuft wenn ntpd gestartet wird, bricht der Daemon ab und wird nicht richtig gestartet. Meine Lösung für das Problem ist recht radikal. Ich deinstalliere ntpdate einfach und gut ist. Ich persönlich habe es eh nie benutzt.

$ aptitude remove ntpdate

Damit startet nun auch der ntpd automatisch nach dem Reboot und ich habe keine Stress mehr damit.

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  1. Ein Kommentar

  2. Falk Husemann
    schrieb am 06.08.2010 um 12:16 Uhr

    Hallo,

    wenn du regelmaessig NTP einsetzt, lohnt es sich bei der Installation statt den Debian NTP-Servern einen geolokalisierten Stratum 1 Pool zu benutzen. Die gibts schon seit Jahrzehnten unter

    pool.ntp.org, bzw. fuer Deutschland de.pool.ntp.org

    Es ist mir in 8 Jahren Linux zwar erst einmal passiert, dass die Debian NTP-Server nicht erreichbar waren, die aus dem deutschen Pool dafuer schon, aber es ist eine Menge Sucherei, bis man darauf kommt :)

    Guresse

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