RAID: Festplatte(n) vor produktivem Einsatz prüfen

2010-08-26 - josen Keine Kommentare »

Dieser Artikel ist der Erste in einer Serie von Kurzartikeln über das Einrichten und die Verwaltung von Linux Software-RAID.

Vor der Inbetriebnahme des RAID-Verbunds sind einige Schritte notwendig, um die Qualität und Leistung der Festplatten festzustellen. Dadurch sind später Richtwerte vorhanden, um die Geschwindigkeit des Verbunds einordnen und optimieren zu können.
Weiterlesen: RAID: Festplatte(n) vor produktivem Einsatz prüfen »

Festplatten mit SMART überwachen/überprüfen

2010-08-22 - kostaki 2 Kommentare »

SMART steht für Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology und es hilft dabei den Gesundheitszustand von Festplatte zu prüfen. SMART muss im Bios des Rechners aktiviert werden und dann können mit Hilfe von Software SMART Werte ausgelesen werden. Bei Debian/Linux machen dies die smartmontools/smartctl. Die smartmontools bringen auch einen Daemon (smartd) mit der regelmäßig den Status der Festplatten prüft und ggf. über Probleme automatisch informiert. Die Installation ist wie immer sehr einfach.

$ aptitude install smartmontools

Sollte SMART deaktiviert sein, kann man es so aktivieren.

$ smartctl -s on -d ata /dev/sda
smartctl version 5.38 [x86_64-unknown-linux-gnu] Copyright (C) 2002-8 Bruce Allen
Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

=== START OF ENABLE/DISABLE COMMANDS SECTION ===
SMART Enabled.

Weiterlesen: Festplatten mit SMART überwachen/überprüfen »

Festplatten Temperatur auslesen mit hddtemp

2010-08-22 - kostaki 1 Kommentar »

Die Festplatten Temperatur ist für die Lebensdauer einer Festplatte mit entscheidend, aber wie kann man sie auf einem Debianserver auslesen? Dafür gibt es bei Debian das Paket hddtemp, das selbsterklärend ist. Die Frage ob man es als Daemon starten lassen will beantwortet man mit Nein.

$ aptitude install hddtemp

Jetzt kann man sich die Temperatur für die einzelnen Festplatten ausgeben lassen.

$ hddtemp /dev/sda
/dev/sda: SAMSUNG HD753LJ: 32°C
$ hddtemp /dev/sdb
/dev/sda: SAMSUNG HD753LJ: 25°C

Man kann auch gleiche beide Laufwerke abfragen.

$ hddtemp /dev/sd[ab]
/dev/sda: SAMSUNG HD753LJ: 32°C
/dev/sdb: SAMSUNG HD753LJ: 25°C

Einfach und sehr hilfreich.

Debian Appreciation Day, Happy Birthday Debian

Ohh schon wieder ein Jahr älter, aber immer noch genauso schön wie damals. Es ist doch tatsächlich schon wieder 1 Jahr vergangen und genau heute vor 17 Jahren hat eine kleine GNU/Linux Distribution Namens Debian das Licht der Welt erblickt. Um diesen Tag zu ehren gibt es diesmal sogar eine spezielle Website thank.debian.net, auf der man den Beteiligten Danken kann. Außerdem gibt es ein paar Gimmicks auf debian.org.

debian.org ballons

Ich hab nicht schlecht geguckt als plötzlich Ballons über den Bug Tracker flogen. :D In diesem Sinne, alles gute zum Geburtstag und auf die nächsten 17 Jahre.

Debian Birthday 17

Related Links

Webserver vor einfachen DoS-Angriffen schützen

2010-08-14 - josen 3 Kommentare »

Oft hat man lange Zeit Glück und betreibt eine Webseite, die keine kontroversen Inhalte enthält. Manchmal ist dem aber nicht so, dann geht es schnell heiß her und schneller als viele denken, ist man Opfer eines DoS-Angriffs. Seit Juni 2009 gibt es ein sehr leicht zu bedienendes und sehr erfolgreiches neues DoS-Tool: slowloris. An dessen Beispiel gebe ich hier eine kleine Einführung in die Erkennung und Prävention einfacher DoS- und DDoS-Angriffe. Was also tun, wenn der Webserver unter Debian zum Stillstand kommt, weil ein Angreifer hunderte Verbindungen offen hält, oder den Webserver mit Anfragen bombardiert?
Weiterlesen: Webserver vor einfachen DoS-Angriffen schützen »

Ein neues Gesicht

2010-08-14 - josen 1 Kommentar »

Nachdem meine ersten Gehversuche mit Debian GNU/Linux bereits über acht Jahre her sind, versuche ich jetzt ähnlich wie Marco in seinem Einleitungs-Post ankündigte, auch einige Teile meiner Dokumentationen hier krisensicher zu speichern. Machst du hiervon eigentlich Backups, Marco? Ich hoffe es.
Weiterlesen: Ein neues Gesicht »

Toplike Tools zur Systemüberwachung in Debian

2010-08-13 - kostaki 2 Kommentare »

Debian bringt eine Menge hilfreiche Tools mit, die bei der Systemüberwachung behilflich sind. Eines der verbreitetsten ist das Tool top das sicher jeder kennt. Mit top hat man einen Überblick über die wichtigsten Systemresourcen.

Screenshot Top

Es gibt aber noch weitere “Toplike” Tools für die Console die sehr hilfreich sind, man muss sie nur kennen. Deshalb hier eine Übersicht über die bei mir im Einsatz befindlichen Toplike Tools.
Weiterlesen: Toplike Tools zur Systemüberwachung in Debian »

Debian, MySQL 5.0.51 und der key_buffer

2010-08-12 - kostaki 4 Kommentare »

Ich Idiot © Kati Neudert - Fotolia.com

Ich habe einen MySQL Server der recht gut ausgelastet ist und hauptsächlich MyISAM Tabellen beherbergt. Der Server lief mit 8GB RAM und die Summe der MyISAM Keys überschreitet langsam die 20GB Grenze. Deshalb wollte ich ihn auf 24GB RAM aufrüsten. Das Hardware Update lief problemlos und bereits 2 Stunden nach der Mail an Hetzner lief der Server wieder und jetzt mit 24GB Arbeitsspeicher. Als nächstes passte ich also die MySQL System Variable key_buffer/key_buffer_size an um vom neuen RAM zu profitieren. Leider nutze der MySQL Server den neuen RAM nicht aus und der key_buffer bliebt bei ca. 4GB stehen. Ich dachte mir das es hier wohl ein eingebautes Limit vom MySQL Server gibt, aber hatte gerade keine Zeit mich darum zu kümmern und da man RAM ja nicht gern verschwendet, wollte ich ihn anderen Anwendungen zur Verfügung stellen. Ich setze ihn also auf 6GB und startete den MySQL Server neu. Eine Stunde später ging dann gar nichts mehr. Der MySQL Server stürzte ab und nahm dabei eine Vielzahl an Tabellen mit sich. Im Errorlog erschienen sehr seltsame Fehler, die mir gänzlich unbekannt waren.

Einige Tabellen waren so groß das die Reparatur Probleme machte und kurz nachdem alles wieder lief stürzte der Server wieder ab und alles begann von vorn. Ich habe dann den Arbeitsspeicher getestet, das Filesystem/die Platten überprüft, versucht Backups einzuspielen die alle das gleiche Problem hatten und und und… Bis ich dann einen Ausweichserver einrichten wollte auf dem plötzlich alles ohne Probleme lief. Trotzdem hat es noch eine Weile gedauert bis ich wieder zurück zum Anfang gekommen bin und die System Variable angefasst habe… Problematisch war das es ohne Probleme für 3 Tage lief als ich dem Server noch 19GB zugewiesen hatte und damit nicht an ein Problem an dieser Stelle gedacht habe.

Fazit

Debian Lenny installiert aktuell MySQL 5.0.51. Diese MySQL Version hat ein Limit von 4GB für die key_buffer Größe. Setzt man die Variable trotzdem höher stürzt der MySQL Server ab, zerstört Tabellen und behindert einen bei der Reparatur dieser mit myisamchk. Das alles wäre zu vermeiden gewesen wenn ich mal ins Manual geguckt hätte. Dort steht nämlich ganz genau das erst ab 5.0.52 mehr als 4GB auf 64Bit Systemen erlaubt sind. Was lernt man daraus? Wenn man an System Variablen rum schraubt, immer ins Manual gucken. Veränderungen an einem laufenden System genau dokumentieren und wenn nötig zu einem früheren, funktionierenden Stand zurück kehren.

Wie kann man den key_buffer nun doch auf über 4GB setzen?

Ein Update auf Squeeze hilft, da dort die Version 5.1.49 enthalten ist. Eine andere Lösung ist einen lenny-backport zu benutzen, ein eigenes MySQL Paket oder ein dotdeb.org Paket. Mit einer neueren MySQL Version kann man dann auch einen größeren key_buffer einsetzen.

Freeze für Debian 6, Squeeze nun bald auf dem Weg?

2010-08-08 - kostaki 3 Kommentare »

Debianlogo

Gestern wurde endlich der Freeze für Debian 6 Squeeze angekündigt. Das heißt das von jetzt an nur noch Bugs gefixt und Kleinigkeiten angepasst werden. Bis auf kleine Ausnahmen wird es also keine neue Software in das Release schaffen.

Damit stehen auch die wesentlichen Features von Debian GNU/Linux 6.0 fest: Squeeze wird den nicht mehr ganz frischen Kernel 2.6.32 und X.org 7.5 enthalten. An Desktops stehen KDE 4.4.5, Gnome 2.30, LXDE 0.5 und XFCE 4.6.2 zur Auswahl. Traditionell bringt Debian eine Vielzahl an Serveranwendungen und Entwicklerwerkzeugen mit, darunter Apache 2.2.16, MySQL 5.1.48, PostgreSQL 8.4.4, Samba 3.4, PHP 5.3.2, Python 2.6 und 3.1, Perl 5.10 und GCC 4.4.

Dieser Schritt war eigentlich schon für den März angedacht, aber hatte sich immer weiter verzögert.

Related Links

Softwareraid Festplatte kaputt in einem Hetzner Rootserver

2010-07-20 - kostaki 4 Kommentare »

Festplatte kaputt

Nach einer sehr langen Glückssträhne hat es nun auch mich getroffen. Meine erste Festplatte in einem Rootserver ist vor einigen Wochen kaputt gegangen. Natürlich hatte ich ein Raid (Softwareraid 1) eingerichtet und da der Server auch nicht besonders wichtig war, habe ich es erst gar nicht mitbekommen. Der Server lief auch noch normal weiter und da die Platte nur nen Sprung hatte, überstand er sogar mehrere Reboots ohne Probleme, wobei der Bootloader nur auf der kaputten Festplatte installiert war. Dazu später mehr.

Ich muss gestehen das ich mich mit der Materie Softwareraid noch nicht auseinander gesetzt hatte. Ich hab es immer eingerichtet und mir gesagt ich kümmere mich darum wenn ich es muss. Nun hatte ich wie gesagt noch keinen Festplatten Ausfall mit einem Softwareraid zu verzeichnen, aber da die Anzahl an Servern die ich manage stetig steigt, war es nur eine Frage der Zeit. Nun war es also soweit sich damit zu beschäftigen und um das vorweg zu nehmen, der Server läuft wieder! Die Platte wurde getauscht und das Softwareraid wieder hergestellt. Im nach hinein bin ich sehr froh das es mich jetzt und bei einem eher unwichtigem Server getroffen hat, so das ich mich damit beschäftigen musste. Man schläft sehr viel besser wenn man weiß wie es funktioniert und was man beachten muss wenn es einen trifft.

Hier nun also meine Erfahrungen beim Ausfall einer Festplatte in einem Softwareraid 1 (2 Platten) auf einem Hetzner EQ4 mit Debian Lenny. Die Formatierung ist sehr einfach (md0 – Swap, md1 – /boot und md2 – der ganze Rest).
Weiterlesen: Softwareraid Festplatte kaputt in einem Hetzner Rootserver »